Forschungs- und Technologiezentrum FOREL
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Das Dresdner Leuchtturmprojekt der Elektromobilität baut sein Forschungsspektrum weiter aus

Das Dresdner Leuchtturmprojekt der Elektromobilität baut sein Forschungsspektrum weiter aus

Im Rahmen des BMBF-Leuchtturmprojekts FOREL sind mit PROLEI nunmehr acht Technologie-Verbundprojekte aktiv.

In Dresden arbeitet seit Juli 2013 das Forschungs- und Technologiezentrum für ressourceneffiziente Leichtbaustrukturen der Elektromobilität - kurz FOREL. Zielstellung ist der Aufbau eines fertigungsprozessorientierten Netzwerks für die Herstellung hybrider Leichtbaustrukturen im Multimaterial-Design für den Fahrzeugbau mit spezifischer Orientierung auf die Erfordernisse der Elektromobilität.
Das von der nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) initiierte Leuchtturmprojekt wird bislang ausschließlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds gefördert.
Mit dem Vorhaben sollen Erfordernisse und Erkenntnisse des Fahrzeugleichtbaus für die Elektromobilität gebündelt und ein national übergreifendes Netzwerk für systemische Forschungsaufgaben auf diesem Gebiet geschaffen werden. Elektromobilgerechte Leichtbausystemlösungen sollen so potenziellen Anwendern künftig zielgerichtet und umfassend verfügbar gemacht werden.

Zentrale Institution ist das FOREL-Koordinationsprojekt, das gemeinschaftlich vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK – Prof. Gude) der Technischen Universität Dresden, dem  Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb – Prof. Zäh) der Technischen Universität München, dem Laboratorium für Werkstoff und Fügetechnik (LWF – Prof. Meschut) der Universität Paderborn und dem Institut für Aufbereitungsmaschinen (IAM – Prof. Lieberwirth) der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, getragen wird. Die Aktivitäten des Koordinationsprojekts umfassen das Technologie- und Entwicklungsscreening auf dem Gebiet des Systemleichtbaus in der Elektromobilität, die zielgerichtete Projektinitiierung mit Partnern aus Industrie und Forschung, die Entwicklung eines Prozesskettenmodellierungstools zur Unterstützung der einzelnen FOREL-Forschungsprojekte, die Gestaltung des öffentlichen Auftritts von FOREL einschließlich aller Forschungsprojekte sowie den Auf- und Ausbau eines Kommunikationsnetzwerks der beteiligten Partner.

Zur Sicherstellung der Ausrichtung künftiger Forschungs- und Entwicklungsinhalte an den Bedarfen der Industrieanwender wird das FOREL-Koordinationsprojekt von einem Industrie-Beirat mit personeller Verbindung zur NPE begleitet. Die Gesamtkoordination des FOREL obliegt dem ILK der TU Dresden.

Als jüngstes FOREL-Forschungsprojekt hat PROLEI am 01.09.2016 die Forschungs- und Entwicklungsarbeit zum Thema „Prozesskette für das Fügen endlosfaserverstärkter Kunststoffe mit Metallen in Leichtbaustrukturen“ begonnen.

Karosserien konventioneller Fahrzeuge werden vorwiegend in metallischer Bauweise gefertigt. An tragenden und sicherheitsrelevanten Karosseriesegmenten kann durch Kombination von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) mit Metallen erheblich Gewicht eingespart werden. Die hohe Zugbelastbarkeit der FVK in Richtung der Verstärkungsfasern kann dabei gezielt zur Verbesserung der Steifigkeit der Karroserie genutzt werden. Dazu notwendige Verbindungen von Metall- und Kunststoffbauteilen erfordern besondere Vorbehandlungen der Kontaktflächen, die bislang noch nicht zuverlässig und praxistauglich möglich sind.
Im Forschungsprojekt PROLEI wird eine neue Fügetechnologie für Kunststoff-Metall-Verbindungen für die Anwendung in der industriellen Serienfertigung von Karosseriebauteilen entwickelt. Thematische Schwer¬punkte bilden die Prozesse zum definierten Strukturieren räumlich gekrümmter Füge-Kontaktflächen mit Hilfe eines Lasers und zum anschließenden automatisierten Fügen. Auch muss sichergestellt sein, dass Einflüsse nachfolgender Fertigungsschritte die Fügeverbindung nicht schädigen. Zur Vorhersage der mechanischen Eigenschaften der hergestellten Hybridbauteile wird ein Simulationsmodell entwickelt. Ziel ist die Ertüchtigung der Fügetechnologie für den Einsatz in industriellen Fertigungsprozessketten.

Die prozess- und anlagentechnischen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus PROLEI werden in das Technologie-Netzwerk der Plattform FOREL überführt.

Weitere Informationen zum Projekt FOREL und zu den zugeordneten Technologieprojekten erhalten Sie auf www.plattform-forel.de.

 

Bekanntmachungen

  • Aktuelle Pressemeldung:15.04.2017

    KMU-innovativ: 
    Produktionsforschung

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    Produktionsforschung)

  • Aktuelle Pressemeldung:01.06.2017

    Zukunft der Arbeit: Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen

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  • Aktuelle Pressemeldung:01.09.2017

    Zukunft der Arbeit: Mittelstand - innovativ und sozial

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  • Aktuelle Pressemeldung:Ergebnisse und Archiv

    Informationen zu Bekanntmachungen

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Informationsbrief

  • Ausgabe 01/ 2017

    mehr (URL: Ausgabe 01/ 2017)

Publikationen

  • MiMiK 4.0 - Der Mensch im Mittelpunkt des KMU-Netzwerks im Kontext der Industrie 4.0 - Abschlussbericht; Cudaj, J., et al.

    mehr (URL: MiMiK 4.0 - Der Mensch im Mittelpunkt des KMU-Netzwerks im Kontext der Industrie 4.0 - Abschlussbericht; Cudaj, J., et al.)

  • ReffiZ - Realisierung effizienter Zerspanprozesse - Abschlussbericht; Brecher, C. (Hrsg.)

    mehr (URL: ReffiZ - Realisierung effizienter Zerspanprozesse - Abschlussbericht; Brecher, C. (Hrsg.))

  • IN2 - Innovationen systematisch entwickeln durch Methoden- und Wissensmanagement - Abschlussbericht; Albers, A.; Seiter, M. (Hrsg)

    mehr (URL: IN2 - Innovationen systematisch entwickeln durch Methoden- und Wissensmanagement - Abschlussbericht; Albers, A.; Seiter, M. (Hrsg))

  • syncTech - Synchronisierte Technologieadaption als Treiber der strategischen Produktinnovation - Abschlussbericht; Warschat, J.; Schimpf, S.; Korell, M. (Hrsg.)

    mehr (URL: syncTech - Synchronisierte Technologieadaption als Treiber der strategischen Produktinnovation - Abschlussbericht; Warschat, J.; Schimpf, S.; Korell, M. (Hrsg.))

  • COMMANDD - Rechnerunterstützte Entwicklung und Fertigung von Dentalprodukten; Abele, E.; Anderl R.; Weiß P. (Hrsg.)

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Ansprechpartner

  • Projektträger Karlsruhe
    Produktion und Fertigungstechnologien (PTKA-PFT)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 


    Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
    76344 Eggenstein-Leopoldshafen


    Dipl.-BW Anja Berbig
    M.A. Eva Laraia


    Telefonnummer: +49 (0) 721 608 - 25276
    +49 (0) 721 608 - 25291

    Faxnummer: +49 (0) 721 608 - 25456


    E-Mail-Adresse: anja.berbig@kit.edu
    eva.laraia@kit.edu


     


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