Entwickler in einer Modellfabrik

Forschungscampus

Industrieunternehmen und Forschungsinstitute ziehen an einem Strang zur Erreichung wettbewerbsfähiger Produktionsmodelle für den Leichtbau.

Mit der Förderinitiative "Forschungscampus - öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen" startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2011 einen Wettbewerb, um die Errichtung von öffentlich-privaten Partnerschaften in Deutschland anzuregen und zu unterstützen. Die Besonderheit hierbei liegt darin, dass diese Partnerschaft mittel- bis langfristig an einem Ort konzentriert zum Tragen kommen soll und somit komplexe Forschungsfelder mit einem hohen Forschungsrisiko und besonderen Potenzialen für Sprunginnovationen erschlossen und einer zukünftigen wirtschaftlichen Nutzung in Deutschland zugeführt werden sollen.

Ziel des Forschungscampus "ARENA2036 – Active Research Environment for the next Generation of Automobiles“ ist die Zusammenführung von Unternehmen und Institutionen für „die wandlungsfähige Produktion der Zukunft für einen funktionsintegrierten Leichtbau“. Dabei geht es um die ganzheitliche, interdisziplinäre Entwicklung flexibler Produktionstechniken für funktionsintegrierte Bauteile aus Faserverbundkunststoffen. Die Besonderheit ist, dass dabei alle Disziplinen - von der Materialentwicklung über die Simulationstechnik bis zur Prozess- und Produktionstechnik, sowie Arbeits- und Fabrikplanung – einbezogen sind. Für die Umsetzung der Ziele wurde eine Forschungsfabrik „Arena2036“ auf dem Gelände der Universität Stuttgart errichtet. Hier wird die Neukonzeption des Produkts mit der grundlegenden Erneuerung der Produktionstechnik – weitgehende Aufhebung der starren Linienproduktion durch eine wandlungsfähige und innovationsoffene Produktion – verknüpft, um eine Revolution des Automobilbaus herbeizuführen.

Die vier ausgewählten Projekte DigitPro, Forschfab, Khoch3 und LeiFu starteten am 01. Juli 2013.

Im Forschungscampus "Open Hybrid LabFactory" werden Werkstoffe und Produktionstechniken mit dem Ziel entwickelt, den funktionalen Leichtbau in die Großserie zu überführen und somit den Leichtbau „für Jedermann“, den demokratisierten Leichtbau,  einzuführen.  Wirtschaftliche Produktionstechniken für die ressourceneffiziente Herstellung von Karosserien und Antriebssystemen bilden damit den Schlüssel für nachhaltige Mobilität und tragen dazu bei, den Herausforderungen der CO2-Reduktion und der begrenzten fossilen Rohstoff- und Energiequellen zu begegnen. Die Fokussierung auf Fahrzeugsegmente mit hohen Stückzahlen in hybrider Bauweise stellt zugleich das größte Potenzial beim sparsamen Umgang mit endlichen Ressourcen dar. Die dafür notwendigen Schlüsseltechnologien werden in der neu errichteten Forschungsfabrik „LabFactory“ am Standort Wolfsburg entwickelt. Zielsetzung ist dabei, die neuartigen Produktionstechnologien in die bestehenden Prozessketten zu integrieren.

Nach einer einjährigen Vorphase starteten die drei Projekte KonText, MultiMaK2 und ProVorPlus am 01.01.2015 sowie das Projekt TRoPHy2 am 01.06.2015.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Sekretariat Außenstelle Dresden