Titelbild der Programmbroschüre Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen Quelle: Festo AG & Co. KG

Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen

Am 8. September 2014 hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in Berlin das Forschungsprogramm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Unterscheidung zwischen den Sektoren Produktion und Dienstleistungen verliert aufgrund der wachsenden Nachfrage nach integrierten Lösungen immer mehr an Bedeutung. Nicht nur das isolierte Produkt, sondern auch hybride Leistungsbündel aus Sachgütern und Dienstleistungen werden in Zukunft am Markt dominieren. Das Programm nimmt sich daher erstmals gemeinsam technologischer und organisatorischer Herausforderungen sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor an und verknüpft diese sinnvoll. Innovationen in diesen Bereichen werden Auswirkungen auf die Arbeitswelt von morgen haben. Umgekehrt werden gesellschaftliche Veränderungen, wie beispielsweise der demografische Wandel, Auswirkungen auf die Bereiche Produktion und Dienstleistungen haben. Das Thema Arbeit ist daher mit in das Programm integriert.

Die Programmlinie „Forschung für die Produktion“ setzt ihren Schwerpunkt auf Forschung und Innovation im gesamten Bereich der industriellen Produktion, welcher weit über die reine Fertigung hinausgeht. Er umfasst vielmehr die gesamte Wertschöpfungskette, von der Produktentstehung über die Herstellung mittels geeigneter Produktionssysteme bis hin zu Vertrieb und Wartung und schließt auch Fragen der Produktionssteuerung sowie der strategischen Unternehmensausrichtung mit ein. Neben den damit verbundenen zentralen technischen und organisatorischen Fragestellungen sind auch Aspekte der Arbeitsgestaltung und der produktionsnahen Dienstleistungen mit zu betrachten. Dadurch kann der Wirkungsgrad der gefundenen Lösungen entscheidend erhöht werden.

Geförderte Projekte müssen sich daher

  • am gesellschaftlichen Bedarf orientieren,
  • aktuelle Herausforderungen produzierender Unternehmen aufgreifen und
  • die Ergebnisse anderer Schlüsseltechnologien für die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen nutzen.

Die Produktionsforschung ist kein Selbstzweck. Eine wettbewerbsfähige, kundenorientierte und flexible Produktion schafft Arbeitsplätze und Wohlstand. Neue Produktionsverfahren sollen neuartige Produkte für viele Bereiche der Gesellschaft ermöglichen und zudem ökologisch nachhaltiger sein.  Nicht zuletzt fördert der Einsatz von Technologien aus anderen Forschungsdisziplinen in der Produktion oder in neuartigen Produkten auch Innovationen in diesen Bereichen.

Themen wie die Industrie 4.0, neue Geschäftsmodelle, grüne Produktion in urbanen Umgebungen, internetgestützte Dienstleistungen sowie die Kooperation in Netzwerken werden dazu beitragen, die Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen. Damit trägt die Forschung für die Produktion dazu bei, Deutschlands Spitzenposition auf dem Weltmarkt in einer globalisierten Welt auch in Zukunft zu sichern.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Sekretariat Außenstelle Dresden