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Bild_Messe - © Karlsruher Institut für Technologie, Markus Breig

Flagge hissen gegen Produktpiraten auf der Hannover Messe Industrie 2010

Flagge hissen gegen Produktpiraten auf der Hannover Messe Industrie 2010

Produktpiraterie ist eine essentielle Bedrohung für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Investitionsgüterindustrie. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind im letzten Jahr 6,4 Milliarden Euro Umsatz durch Piraten verloren gegangen, acht Prozent mehr als in 2008. Knapp 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland sind durch diesen massiven Angriff bedroht. Wenig erstaunlich ist, dass laut einer aktuellen Statistik des VDMA China Weltmarktführer für Plagiate ist. Erschreckend jedoch, dass Deutschland auf dem zweiten Platz rangiert, wo besonders gerne Anleitungen und Produktkataloge kopiert werden. Juristische Regelungen allein sind nicht ausreichend, um sich gegen den Angriff zu wehren. Ein umfassender Schutz ist nur durch die präventive Integration von konstruktiven, produktionsbezogenen und IT-basierten Ansätzen zu erreichen. Die Möglichkeiten aber auch Grenzen von technischen Schutzmaßnahmen sind den Unternehmen oft nicht bekannt.

Bild_Menschen - © Projektträger Karlsruhe im KIT, Eva Laraia
Da Produktschutz ein internationales Problem darstellt ist die Hannover Messe Industrie, die vom 19.04. – 23.04.2010 stattfand, eine ideale Informationsplattform, um über diese Thematik umfangreich zu informieren. An einem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) präsentierten zehn vom BMBF geförderte Projekte praxisnahe Lösungen für die Investitionsgüterindustrie zu den Schwerpunkten: Gestalten von Produkten und Prozessen, Kennzeichnen von Produkten und Systemen sowie Entwickeln von Schutzkonzepten.

Ein Highlight des Gemeinschaftstandes Produktschutz war die Demonstration einer durch technische Maßnahmen abgesicherte Werkzeugmaschine, die im Verbundprojekt ProOrginal entwickelt wurde. Der weltweit erste Prototyp nutzt die bereits vorhandenen Kommunikationsschnittstellen, um die Maschine als Gesamtsystem gegen Produktpiraten zu schützen.

Darüber hinaus organisierte die Innovationsplattform ConImit, die als Informations-, Kommunikations- und Kooperationsplattform für präventiven Schutz vor Produktpiraterie agiert, den begleitenden Kongress „Präventionen gegen Produktpiraterie“ am 20. April 2010 im Pavillon 36. Auf dem Informationstag präsentierten zwei der zehn vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb der Forschungsoffensive „Innovationen gegen Produktpiraterie“ geförderte und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreute Projekte innovative und individuelle Lösungen für die Investitionsgüterindustrie.

Frau Dr. Isabella Wieczorek vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagte den Innovationen gegen Produktpiraterie als Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung Unterstützung zu. Moderiert wurde der Informationstag von Rainer Glatz, VDMA.
Im Anschluss stellten zwei Technologieanbieter ihre bereits am Markt eingesetzten Lösungen vor. Über 100 Interessierte und Industrievertreter erhielten so umfangreiche und spezifische Informationen zum Thema Produktpiraterie, vom präventiven Schutz bis zur gezielten Abwehrstrategie, um Produktpiraten erfolgreich entgegentreten zu können.

Weitere Informationen:
Kommunikationsplattform ConImit

 

Bekanntmachungen

  • Aktuelle Pressemeldung:1. Stichtag: 24.02.2012
       2. Stichtag: 29.06.2012

    „Intelligente Vernetzung in der Produktion - Ein Beitrag zum Zukunftsprojekt ,Industrie 4.0'“

    mehr (URL: „Intelligente Vernetzung in der Produktion - Ein Beitrag zum Zukunftsprojekt ,Industrie 4.0'“)

  • Aktuelle Pressemeldung:Stichtag: 15.04.2012

    KMU-innovativ:
    - Produktionsforschung
    - Ressourcen- und
      Energieeffizienz

    mehr (URL: KMU-innovativ:
    - Produktionsforschung
    - Ressourcen- und
      Energieeffizienz)

Informationsbrief

  • Ausgabe 01/ 2012

    mehr (URL: Ausgabe 01/ 2012)

Publikationen

  • Virtualisierung der spanenden Bearbeitung in der Maschinenentwicklung und Prozessoptimierung (VispaB), Brecher, C. (Hrsg.)

    mehr (URL: Virtualisierung der spanenden Bearbeitung in der Maschinenentwicklung und Prozessoptimierung (VispaB), Brecher, C. (Hrsg.))

  • Aufbau einer Wertschöpfungskette zur kostengünstigen, flexiblen Fertigung geometrisch anspruchsvoller Mikrooptiken aus Glas (3DOptics), Bresseler, B. (Hrsg.)

    mehr (URL: Aufbau einer Wertschöpfungskette zur kostengünstigen, flexiblen Fertigung geometrisch anspruchsvoller Mikrooptiken aus Glas (3DOptics), Bresseler, B. (Hrsg.) )

  • Spritzgießprozesse zur kostengünstigen Erzeugung funktionaler Komponenten hoher Formtreue durch neue Werkzeugbeheizungen (SkForm), Burmeister, F.; Fromm, A.; Hagen, J. (Hrsg.)

    mehr (URL: Spritzgießprozesse zur kostengünstigen Erzeugung funktionaler Komponenten hoher Formtreue durch neue Werkzeugbeheizungen (SkForm), Burmeister, F.; Fromm, A.; Hagen, J. (Hrsg.))

  • Schutz vor Produktpiraterie - Ein Handbuch für den Maschinen- und Anlagenbau, Abele, E.; Kuske, P.; Lang, H.

    mehr (URL: Schutz vor Produktpiraterie - Ein Handbuch für den Maschinen- und Anlagenbau, Abele, E.; Kuske, P.; Lang, H.)

 

Ansprechpartner

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
    Projektträger Karlsruhe
    Produktion und Fertigungstechnologien (PTKA-PFT)


    Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
    76344 Eggenstein-Leopoldshafen


    Dipl.-BW Anja Berbig
    M.A. Eva Laraia


    Telefonnummer: +49 (0) 721 608 - 25285
    +49 (0) 721 608 - 25291

    Faxnummer: +49 (0) 721 608 - 25456


    E-Mail-Adresse: anja.berbig@kit.edu
    eva.laraia@kit.edu


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    Anreise


    PTKA-PFT