Video-Zusammenfassung des Schüler Filmbeitrags zum Thema Produktpiraterie
Original oder Fälschung - Maßnahmen gegen Produktpiraterie
Hintergrundinformation: Diese Kurzreportage ist im Rahmen eines Schüler-Medienworkshops während des BMBF-Kongresses "Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung 2010"entstanden. Drei Jugendliche schlüpften in die Rolle von Medienmachern, lernten den Produktionsalltag in professionellen Sendeanstalten kennen und setzten sich mit einem Schwerpunktthema des Kongresses - Maßnahmen gegen Produktpiraterie - in Wort und Bild auseinander.
Filmbeschreibung: Während der Erläuterungen sind verschiedene Exponate sowie Aussteller und Besucher im Gespräch zu sehen.
Reporter: Original oder Fälschung? Produktpiraterie kostet die deutsche Wirtschaft Millionen. Durch den internationalen Frachtverkehr gelangen die gefälschten Produkte oft unbemerkt bis nach Deutschland. Doch wie kann man sie erkennen? Ulrich Doll entwickelt für die HOMAG AG Ideen gegen Produktfälschung.
Filmbeschreibung: Herr Doll hält eine Transportkette in der Hand.
Ulrich Doll, HOMAG Holzbearbeitungssysteme AG: Hier haben wir z.B. eine Transportkette, wie wir sie in einer Lebensmittelverpackungsmaschine einsetzen. Und wir stellen uns vor, dass man hier in diese Kette Antennen einbaut, die dann von der Maschine automatisch per Funk erkennen, ob es sich um ein Original oder eine Fälschung handelt.
Filmbeschreibung: Ein Schild mit den Logos des BMBF und der Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung 2010 und der Aufschrift "Produktion in Deutschland hat Zukunft 10. Karlsruher Arbeitsgespräche" ist zu sehen. Es ist das Schild eines Rednerpults, an dem Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF, steht und spricht.
Reporter: Das Bundesforschungsministerium steckt viel Geld in clevere Ideen, auch gegen Produktpiraterie. Staatssekretär Dr. Georg Schütte, hier bei der Eröffnung der 10. Karlsruher Arbeitsgespräche, denkt beim Thema Fälschungssicherung besonders an die Wirtschaft.
Filmbeschreibung: Herr Dr. Schütte steht am Stand des Forschungsprojekts EZ-Pharm. Im Hintergrund sind Arzneimittelverpackungen und weitere Stände des Forschungsschwerpunkts "Innovationen gegen Produktpiraterie" zu sehen.
Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung: Fälschungssicherung ist wichtig, weil jährlich Millionen Produkte im Umlauf sind, die fehlerhaft produziert wurden und unter Markennamen verkauft werden. Dadurch entstehen Millionen Schäden. Ein sehr konkretes Beispiel, was man machen kann, sieht man hier: EZ-Pharm, das ist ein Forschungsprojekt, in dem daran gearbeitet wird, in der Arzneimittelproduktion dafür zu sorgen, dass die richtigen Medikamente, und nicht gefälschte Medikamente beim Patienten ankommen. Man macht das, indem man Chips - Elektrochips, Mikrochips - in die Verpackungen einbaut und dadurch kann man während des gesamten Vertriebsweges überprüfen, wo befindet sich das Medikament, so dass man am Ende weiß, es ist vom Hersteller in die Apotheke und aus der Apotheke zum Patienten gelangt.
Filmbeschreibung: Thomas Alink geht auf einen Tisch an einem Ausstellungsstand zu, auf dem ein Computer steht und hinter dem Poster zum Thema Produktschutz zu sehen sind.
Reporter: Thomas Alink entwickelt Produkte an der Universität Karlsruhe.
Thomas Alink, Institut für Produktentwicklung (IPEK), Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Bei der Produktentwicklung geht es darum, für eine Anforderung eine technische Lösung zu entwickeln, die auch wirklich funktioniert, so dass sie später hergestellt werden kann. Und bei dieser Entwicklung geht es im Speziellen hier auch schon darum, möglichst frühzeitig das Produkt zu schützen, zum Beispiel mittels RFID-Technologien oder einer Mikrotextur, die man auf das Bauteil aufbringt, so dass diese später im Gebrauch immer wieder identifiziert werden kann.
Filmbeschreibung: Der Reporter steht vor einer Fahrzeugkarosserie.
Reporter: Der Staat kann Produkte wie diese nicht beschützen. Deshalb muss die Produktindustrie immer einen Schritt voraus sein. Dann ist die vor Fälschungen sicher. Jedenfalls eine Zeit lang.