Video-Zusammenfassung des Schüler-Filmbeitrags zum Thema Elektromobilität
Auf dem Weg zur Elektromobilität
Hintergrundinformation: Diese Kurzreportage ist im Rahmen eines Schüler-Medienworkshops während des BMBF-Kongresses "Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung 2010"entstanden. Drei Jugendliche schlüpften in die Rolle von Medienmachern, lernten den Produktionsalltag in professionellen Sendeanstalten kennen und setzten sich mit einem Schwerpunktthema des Kongresses - Elektromobilität - in Wort und Bild auseinander.
Filmbeschreibung: Ein Handy-Akku wird vor die Kamera gehalten, weggezogen, dahinter erscheint eine keramische Lithium-Ionen-Zelle. Auch diese wird weggezogen und es ist ein Auto zu sehen, anschließend der Schriftzug "Blue Hybrid".
Reporter: Fast jeder hatte sie schon einmal in der Hand. Handy-Akkus sind aus dem normalen Leben nicht mehr wegzudenken. Nun aber erobern die sogenannten Lithium-Ionen-Akkus eine ganz neue Branche - die Automobilindustrie. Bis vor kurzem reichte die gespeicherte Energie der Akkus aber nicht aus, um damit Autos in Bewegung zu setzen. Die Entwicklung dieser jetzt leistungsstärkeren Akkus dauert viele Jahre. Tim Schäfer von der Li-Tec GmbH weiß, wie sie funktionieren.
Filmbeschreibung: Herr Schäfer geht auf das Auto zu, betrachtet es. Er hält eine Lithium-Ionen-Zelle in der Hand.
Tim Schäfer, Li-Tec Battery GmbH: Das ist eine keramische Lithium-Ionen-Zelle der neuen Generation, die im ProLiEMo-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hier durch uns untersucht wird. Von diesen Zellen wären ungefähr 100 in einem solchen Auto und dadurch würde die Reichweite des rein elektrischen Fahrens und auch die Effizienz im Antriebsstrang doch erhöht.
Filmbeschreibung: Es sind Exponate am Stand des Forschungsprojekts Optilight zu sehen darunter LED-Vorsatzoptiken für eine zielgerichtete Straßenbeleuchtung.
Reporter: Nicht nur moderne Motoren verbrauchen weniger Strom im Auto, sondern auch die Scheinwerfer. Am Stand von Optilight lässt sich schnell erkennen, dass die moderne LED-Technik nicht nur für Demozwecke, sondern zum Beispiel auch schon als energiesparende Autoscheinwerfer eingesetzt werden kann. Experten wie der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Hans-Jörg Bullinger blicken mit leichter Skepsis in die Zukunft.
Filmbeschreibung: Die Ausstellung ist zu sehen, Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger nähert sich der Kamera.
Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident Fraunhofer-Gesellschaft: Also, ich glaube, im gegenwärtigen Stadium werden die Möglichkeiten einer schnellen Einführung von Elektrofahrzeugen stark überschätzt. Es ist sicher denkbar, dass wir kleinere Stadtfahrzeuge, die ja für viele von uns auch reichen würden, wenn wir nur bereit wären, unser Verhalten ein bisschen zu ändern, dass solche Fahrzeuge kommen könnten. Wenn die preislich günstig angeboten werden, werden die sich auch durchsetzen.
Filmbeschreibung: Beate Koch-Seckinger tritt ins Bild und schaut sich am Stand des Forschungsprojekts Optilight eine Vitrine mit LED-Technik an.
Reporter: Ob umweltfreundliche und energiesparende LED-Technik oder mit Strom angetriebene Autos. Energieexpertin Frau Koch-Seckinger erwartet sehr positive Entwicklung auch in anderen Branchen.
Beate Koch-Seckinger, Prokuristin - Leiterin Vertrieb EnergieSüdwest AG Landau: Also, was die Effizienztechnologie betrifft, so wurden sehr viele massive Anstrengen unternommen und meines Erachtens nach muss in den nächsten 10 Jahren das auch weiterhin gefördert werden. Gerade der Zusammenschluss zwischen Industrie, Forschung und Entwicklung sollte von der Bundesrepublik unterstützt werden und weiterhin mit Fördergeldern belegt werden.
Filmbeschreibung: Die Lithium-Ionen-Zelle ist erneut zu sehen, dahinter der Eingang des Kongresszentrums Karlsruhe mit dem Titel der Veranstaltung "Karlsruher Arbeitsgespräche Produktionsforschung Forschung für die Produktion von morgen".
Reporter: Die Entwicklung steht derzeit noch ganz am Anfang. Wer hätte sich denn schon vor 5 Jahren vorstellen können, dass kleine Handy-Akkus mal groß rauskommen würden.