Verbundprojekt

SynProd

Synergetische Entwicklung mechatronischer Produkte in Wertschöpfungsnetzwerken

Kurzfassung:

Der effizienten Entwicklung mechatronischer Produkte kommt eine Schlüsselrolle für den Standort Deutschland zu. Durch deren Komplexität und Interdisziplinarität erfolgt die Entwicklung - oft unter starker Beteiligung von KMU - verteilt über mehrere Unternehmen in Wertschöpfungsnetzwerken. Oftmals sind aber Anforderungen einzelner Partner nicht rechtzeitig im Netzwerk bekannt. Hierdurch können Ineffizienzen auftreten, die zu Zeitverzögerungen, Mehrkosten und Qualitätseinbußen führen. Aktuell fehlt es an methodischer Unterstützung für verteilte Entwicklungsprozesse. SynProd zielt auf die Schaffung einer KMU-geeigneten Methodik zur frühzeitigen Berücksichtigung aller Anforderungen des Wertschöpfungsnetzwerks. Hierbei werden explizit drei Sichtweisen - Produkt, Produktion und Betriebswirtschaft - kombiniert und in eine geschlossene Gesamtmethodik überführt. Das Ergebnis stellt ein KMU-gerechtes Tool zur Entscheidungsunterstützung in der Produktentwicklung dar.

www: http://www.synprod.de

Projektdauer: 01.03.12 - 28.02.15

Projektkoordinator:

Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor
Technische Universität Braunschweig
Tel.: +49531 391-3343
E-Mail: t.vietor@tu-braunschweig.de

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

M.A. Martina Kühnapfel
Tel.: +49 721 608-24979
E-Mail: martina.kuehnapfel@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung

Die effiziente Entwicklung innovativer Produkte und Optimierung der zugehörigen Produktionsprozesse trägt entscheidend zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Die steigende Komplexität der Produkte erfordert dabei zukünftig, dass neue Entwicklungen unter aktiver Beteiligung der Zulieferfirmen interdisziplinär durchgeführt werden müssen. Hierfür sind die etablierten Zulieferstrukturen nicht ausgelegt, was zu Zeitverzögerungen, Kostenüberschreitungen und Entwicklungen, die die Kundenanforderungen nicht genau treffen, führt.

Zielsetzung

Dieses Forschungsprojekt fokussiert genau diese notwendige Interdisziplinarität in der Zulieferkette und erarbeitet neue Lösungswege für die gemeinsame Entwicklung und Produktion mechatronischer Produkte in Wertschöpfungsnetzwerken aus mehreren Unternehmen. Speziell die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in der Zulieferkette werden dabei mit berücksichtigt.

Vorgehensweise

Schritt für Schritt weden aus Sicht der Produktentwicklung, der Produktionstechnik und der Betriebswirtschaft die Unternehmenssituation, der Technikeinsatz (z. B. CAD-, Modellierungssysteme), das Produktdatenmanagement sowie bereits identifizierte Verbesserungsbedarfe der Firmen aufgenommen. Darauf aufbauend werden die erforderlichen Methodenkombinationen zur besseren Zusammenführung von Konstruktionstechniken, Produktwissen und der Beziehungen und Kommunikationsschnittstellen zwischen den Partnern der Wertschöpfungskette bearbeitet und entwickelt. Nach erfolgreicher Implementierung und Anwendung werden die Lösungen von einem mittelständischen Systemhaus in ein Softwarewerkzeug umgesetzt. So wird eine softwarebasierte Methodik für die effizientere Gestaltung der unternehmens-übergreifenden Produktentwicklung entstehen, die sich "per Knopfdruck" an unterschiedliche Anforderungen der Unternehmen anpassen bzw. ausbauen lässt.

Anwendungspotenzial

Da die industriellen Projektpartner in einer mittelständischen Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, werden im Rahmen des Projekts sowohl hinsichtlich der organisatorischen als auch der fachlich-inhaltlichen Schwerpunkte typische Konstellationen für deutsche Industrieunternehmen untersucht. Das Softwarewerkzeug kann in vergleichbaren Wertschöpfungsnetzwerken, z. B. im Bereich der Mechatronik oder auch in anderen Technologiebereichen und Branchen wie dem Maschinenbau und der Elektronikfertigung eine erfolgreiche Anwendung finden.

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