Verbundprojekt

PRoFID

Wirtschaftlicher Einsatz moderner Identifikationstechnologien zur adaptiven, dezentralen Produktionssteuerung

Kurzfassung:

Im Verbundprojekt ProFid wurde eine dezentrale Produktionssteuerung auf Basis einer Marktplatzkoordination entwickelt. Der Einsatz von Identifikationssystemen auf Basis von Radiofrequenz-Identifikation (RFID) soll die Flexibilität deutlich erweitern.

www: http://www.rfidiki.de/project/profid

Projektdauer: 01.02.06 - 31.07.08

Projektkoordinator:

Dr.-Ing. M. Sc. Steffen Reinsch
IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH
Tel.: 0511 27976-119
E-Mail: reinsch@iph-hannover.de

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Ing. Thomas Rosenbusch
Tel.: +49 721 608-25273
E-Mail: thomas.rosenbusch@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Produktions- und Logistikprozesse sind einem permanenten Wandel unterworfen. So wundert es nicht, dass für neue Produktionssysteme schon nach kurzer Laufzeit erheblicher Änderungsbedarf besteht. Dies ist der Preis für die hohe Flexibilität, die bekanntermaßen eine global beachtete Wettbewerbsstärke der deutschen mittelständischen Stückgüterindustrie darstellt.
Dennoch: Muß diese Flexibilität so teuer erkauft sein? Könnte ein Produktionssteuerungskonzept nicht so adaptiv und dezentral sein, dass Änderungen und Anpassungen nicht immer einem Umbau des ganzen Systems gleichkommen?

Projektziele
Deshalb wurde im Verbundprojekt ProFid eine dezentrale Produktionssteuerung auf Basis einer Marktplatzkoordination entwickelt. Dadurch wird die Flexibilität durch Einsatz von Identifikationssystemen auf Basis von Radiofrequenz-Identifikation (RFID) deutlich erweitert .

Vorgehensweise
Um hierfür eine systematische Grundlage zu erhalten, wurden zunächst die zur Verfügung stehenden Identifikations- und Transporttechnologien klassifiziert, Wirkzusammenhänge identifiziert und Entscheidungskriterien für die Auswahl erarbeitet.
Parallel wurde hierfür ein Kosten,-Nutzen- und Risiko-Bewertungsmodell entwickelt, um auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten rasche Auswahlentscheidungen treffen zu können.
Das Projekt mündet in einer exemplarischen Umsetzung und Erprobung in einem mittelständischem Maschinenbauunternehmen.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Neben Kostensenkungen stellt auch die Erhöhung der Flexibilität der Logistikprozesse einen Wettbewerbsvorteil dar. Die Unternehmen sollen mit Hilfe eines praxisorientierten Anwenderkatalogs, der eine leichte und wirtschaftliche Umsetzung des entwickelten Konzepts und die Übertragbarkeit der im Projekt gewonnenen Ergebnisse sicherstellt, in die Lage versetzt werden, flexible Materialflussabläufe und -techniken zu realisieren, um auch kleine Losgrößen wirtschaftlich durch die Produktion zu "schleusen". Hierdurch ist es möglich, auf geänderte Randbedingungen des dynamischen Marktes flexibel zu reagieren.

Publikationen

Adaptive, dezentrale Produktionssteuerung

Autor: Märtens, A.; Elsweier, M., Nickel, R.

Verlag: Springer-VDI-Verlag, Düsseldorf

Erscheinungsjahr: 2007

Beschreibung: Im Verbundprojekt WiPro wurde eine dezentrale Produktionssteuerung auf Basis einer Marktplatzkoordination entwickelt. Die Flexibilität des Systems wurde durch Einsatz von Identifikationssystemen auf Basis von Radiofrequenz-Identifikation (RFID) deutlich erweitert.

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