Verbundprojekt

PROMESYS

Prozesskettenorientiertes Regelkreismodell für ein nachhaltiges robustes Design mechatronischer Systeme

Kurzfassung:

Das Projekt dient der Umsetzung zweier grundlegender Zielstellungen: Zum einen gilt es, die Zuverlässigkeit mechatronischer Systeme mittels einer kontinuierlichen Überprüfung der Anforderungserfüllung zu verbessern. Zum anderen zielt es darauf, die Rückverfolgbarkeit durch einen Zuverlässigkeitsnachweis über den Produktlebenszyklus zu gewährleisten. Mit einem prozesskettenorientierten Regelkreismodell soll ein nachhaltig robustes Design mechatronischer Systeme unterstützt werden. Dieses Konzept soll einem breiten Nutzerkreis auf einem Internetportal angeboten werden.

www: http://www.promesys.org

Projektdauer: 01.03.07 - 31.12.10

Projektkoordinator:

Dipl.-Ing. Hans Joachim Laszig
Keiper GmbH & Co. KG
Tel.: 02191 14-4314
E-Mail: hans-joachim.laszig@keiper.com

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Ing. (FH) Dorothee Weisser
Tel.: +49 721 608-26150
E-Mail: dorothee.weisser@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Mechatronische Systeme gewinnen auf den Märkten stetig an Bedeutung. Die Zuverlässigkeit dieser Systeme und Komponenten stellt vor allem an die Entwickler und Konstrukteure neue Herausforderungen, denn mangelnde Erfahrungen und fehlende Methoden verhindern oft eine zufrieden stellende Prognose der Produktzuverlässigkeit. Deshalb bedarf es eines Konzepts, das die Komplexität mechatronischer Systeme berücksichtigt sowie die relevanten Anforderungen mit den Komponenten, Funktionen und Prozessen verknüpft. Um Defizite an mechatronischen Produkten nicht erst in der Nutzungsphase aufzudecken und um Unternehmen vor Schaden zu bewahren, sollte die Umsetzung des Konzeptes in den frühen Produktentwicklungsphasen ansetzen.

Projektziele
In diesem Projekt soll ein Konzept entwickelt und erprobt werden, mit dem die Zuverlässigkeit mechatronischer Systeme in den frühen Phasen der Produktentwicklung verbessert wird. Dazu wird ein prozesskettenorientiertes, methodengestütztes Regelkreismodell entwickelt, das über ein Internetportal von einem breiten Anwenderkreis genutzt werden kann. Das Regelkreismodell besteht aus den Phasen Zuverlässigkeitsprognose, -regelung und -nachweis und soll eine frühzeitige Fehlererkennung und die Rückverfolgbarkeit der Anforderungen über die gesamte Prozesskette und zu jedem Zeitpunkt ermöglichen.

Vorgehensweise
Das Konsortium besteht aus Industriepartnern verschiedener Branchen (Keiper, Kiepe, Westfalia, Huf), der Bergischen Universität Wuppertal und IT-Dienstleistern (pitcom, Lintra, gridsolut). Die Partner analysieren vorhandene mechatronische Systeme und entsprechende Prozesse aus verschiedenen Branchen. In diesen Prozessketten sollen mögliche Haltepunkte zur Prüfung der Zuverlässigkeit mechatronischer Systeme identifiziert werden. Aus den ermittelten Anforderungen an den Haltepunkten wird ein Methodenbaukasten konzipiert. Die neu entwickelten Methoden und Maßnahmen werden erprobt und in einem Internet-Portal zusammengestellt.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Das prozesskettenorientierte methodengestützte Regelkreismodell und das PromeSys-Portal bieten Anwendern Wege an, die Anforderungserfüllung bezüglich der Zuverlässigkeit mechatronischer Systeme über alle Phasen der Prozesskette rückverfolgbar zu überprüfen. Die beteiligten Industriepartner erproben das Konzept in verschiedenen Industriezweigen und erstellen branchenspezifische Leitfäden zur Anwendung des Konzeptes. Diese Leitfäden und die informationstechnische Unterstützung ermöglichen auch anderen Anwendern auf diesem Wege die Zuverlässigkeit ihrer mechatronischen Systeme zu verbessern und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Darüber hinaus kann die Anwendung des Konzeptes sowie die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Industriepartnern helfen die Innovationsaktivitäten zu erhöhen.

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