Verbundprojekt

OPUR

Originäres Produktsicherungs- und Rückverfolgungskonzept

Kurzfassung:

Zur eindeutigen Identifikation von Verpackungen aus Papier und Pappe aber auch von Produkten aus Metall und Kunststoff soll ein neues Verfahren in der Praxis nutzbar gemacht werden. Dieses Verfahren betrachtet den Verlauf der Druckfarbe auf dem Papier oder anderen Oberflächen und liefert einen individuellen "Fingerabdruck" eines bedruckten Produktes. Zur Erfassung der Oberflächenstruktur können verschiedene Geräte verwendet werden. Die schnelle Erfassung in der Druckmaschine kann mit einem Laserscanner und die Prüfung mit einem Mobiltelefon oder einem Flachbettscanner erfolgen. Nach der Erfassung der Oberflächenstruktur wird das Ergebnis in kodierter Form auf das Produkt gedruckt. Bei der Echtheitsprüfung wird dieser Code mit dem Prüfergebnis verglichen. Ziel ist eine schnelle Bildaufnahme und Bilddatenerfassung in Druck-, Verarbeitungs- und Abpackmaschinen und ein besonders schnelles Druckverfahren, mit dem der Sicherheitscode möglichst ohne Reduktion der Maschinenleistung und aufgebracht werden kann. Das Projekt leistet im Wettbewerbsfeld:"Innovationen gegen Produktpiraterie" einen Beitrag zum präventiven Plagiatschutz.

www: http://www.opur-secure.de

Projektdauer: 01.01.08 - 31.08.11

Projektkoordinator:

Dipl.-Ing. Rainer Gebhardt
manroland AG (siehe Feld Bemerkung!!)
Tel.: +49 69 8305-3516

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Ing. Edwin Steinebrunner
Tel.: +49 721 608-24573
E-Mail: steinebrunner@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Ausgangssituation
Die Oberflächenstruktur von Papier ist an allen Stellen so unterschiedlich, dass sie z. B. durch eine Analyse mit Laserscannern wie ein Fingerabdruck unterschieden werden kann. Papiere und Pappen können so ohne zusätzliche Markierung identifiziert werden. Nachteilig ist, dass zur Erfassung der Struktur sowohl bei der Herstellung z. B. einer Faltschachtel als auch bei der Identifizierung, mit der eine Schachtel als Unikat authentifiziert werden kann, bisher Spezialgeräte zur Analyse benötigt werden. Außerdem erschweren Verschmutzungen und Kratzer die Erkennung.
Die Hochschule Mannheim hat darauf aufbauend ein Verfahren entwickelt, dass den Verlauf der Druckfarbe auf dem Papier oder anderen Oberflächen betrachtet und einen individuellen mit einem bedruckten Produkt verknüpften ¿Fingerabdruck¿ liefert. Es ist wesentlich robuster und zur Erfassung der Struktur können verschiedene Geräte und sogar verschiedene Techniken verwendet werden. Die schnelle Erfassung in der Druckmaschine kann mit einem Laserscanner und die Prüfung mit einem Mobiltelefon oder einem Flachbettscanner erfolgen.

Projektziel
Dieses Verfahren soll für die Produktion und die Anwendung in der Praxis nutzbar gemacht werden sowohl auf Verpackungen als auch auf Produkten aus unterschiedlichen Materialien wie Papier, Metall und Kunststoff) und der Industrie einen sicheren und kostengünstigen Produktschutz ermöglichen. Nach der Erfassung der Oberflächenstruktur in der Druckmaschine wird das Ergebnis in kodierter Form auf das Produkt gedruckt. Bei der Echtheitsprüfung wird dieser Code mit dem Prüfergebnis verglichen.

Vorgehensweise
Folgende Entwicklungen sind geplant:
- Verfahren und Gerätesystem für die schnelle Bildaufnahme und Bilddatenerfassung in Druck-, Verarbeitungs- und Abpackmaschinen.
- - Datenbank-Lösung im Internet, mit der die individuellen Sicherheitsdaten pro Produkt möglichst in Echtzeit erzeugt, mit dem Produkt verknüpft und abgelegt sowie für eine spätere Identitätsprüfung zugänglich gemacht werden.
- Nutzung von möglichst vielen verfügbaren Prüfgeräten, die über Bildaufnahmekomponenten verfügen, (z.B. Flächen- und Zeilenkameras, Laserscanner, Flachbettscanner oder Foto-Handys) zur Identitätsprüfung der Produkte.
- Vermessung und Kennzeichnung auch von Produkten aus Metall und Kunststoff .
- Schließlich soll das entwickelte Produktsicherungsverfahren hinsichtlich seiner erreichbaren Parameter und Sicherheitsmerkmale umfangreich getestet und mit anderen bekannten Verfahren verglichen werden.

Erwartete Ergebnisse
Als Ergebnis des Verbundprojektes sollen alle Verfahrenskomponenten unter Praxisbedingungen erprobt sein. Hierbei sind eine Anwendung an Faltschachtelverpackungen und eine Anwendung zum direkten Aufbringen auf Produkten aus Kunststoff oder Metall vorgesehen, an denen der in der Praxis realisierbare Produktschutz nachzuweisen ist (z.B. auch durch Fälschungsangriffe).

Anwendungspotential
Die erwarteten Ergebnisse können von sehr vielen Anwendern, die von Fälschungen betroffen sind, genutzt werden. Besonders vorteilhaft ist, dass eine individuelle Erkennung des Produktes unter Nutzung gebräuchlicher Drucktechniken möglich ist und ein hoher Fälschungsschutz nahezu ohne Mehrkosten für die Herstellung der Verpackung bzw. des Produktes realisiert werden kann. Eine Originalitätsprüfung der Produkte soll mit Hilfe von bereits vorhandenen technischen Systemen (Scanner, Kameras usw.) jederzeit und überall möglich sein.

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