Verbundprojekt

iproNet

Internet-basiertes Werkzeug zur unternehmensübergreifenden konfigurierbaren Unterstützung von produzierenden Unternehmen in Netzwerken

Kurzfassung:

In dem Projekt iproNet wurden Methoden und internetbasierte Werkzeuge für die organisatorische und informationstechnische Beherrschung von partnerschaftlichen Produktionsnetzwerken entwickelt , mit denen Produktions- , Bestands- und Transportplanungssysteme gekoppelt und parallelisiert werden können. Der Ansatz berücksichtigt insbesondere, dass bei den einzelnen Partnern unterschiedliche DV-Systeme eingesetzt werden, die flexibel ohne Änderungen an deren Systemkern effizient in das vorgeschlagene Lösungskonzept eingebunden werden können.

Projektdauer: 01.05.00 - 31.10.02

Projektkoordinator:

Dipl.-Inf. Josef Gramespacher
3RS-Software GmbH & Co. KG
Tel.: 07246 9455-55
E-Mail: jgr@3rs.de

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Ing. Thomas Rosenbusch
Tel.: +49 721 608-25273
E-Mail: thomas.rosenbusch@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Wer sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren möchte, braucht Partner. Auch deswegen entstehen immer mehr Produktionsnetzwerke. Solche Netzwerke können gemeinsam neue Kunden gewinnen, deren Wünsche ein Partner allein nicht erfüllen könnte. Um die Vorteile eines Produktionsnetzwerkes voll auszuschöpfen, müssen die Vorprodukte rechtzeitig, in der richtigen Qualität und in der richtigen Reihenfolge am nächsten Zusammenbauort eintreffen. Dies stellt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor eine Herausforderung: Wie lässt sich schnell und kostengünstig eine geeignete Plattform für den erforderlichen Informationsaustausch schaffen?

Projektziele
Hier setzt das neu entwickelte System IproNet an: Ohne teure Investitionen in EDI-Systeme werden die Firmen in Zulieferketten eingebunden und über das Internet vernetzt.

Ergebnisse
Die für das Liefernetz erforderlichen EDV-Anwendungen werden über ein Übersetzungsprogramm, einen sogenannten Enabler, mit einem zentralen Server verbunden. Dadurch können die beteiligten Systeme wie in einem homogenen System kommunizieren. Direkte Kopplungen zwischen den beteiligten DV-Systemen können entfallen.
Für Zulieferunternehmen ohne eigenes Produktionsplanungssystem (PPS) werden wichtige PPS -Funktionen (Bedarfsübernahme, Stücklistendokumentation, Bedarfsauflösung ohne Zeitverlust, Erstellung von Produktionsplänen, elektronische Lieferscheine, Warenanhänger und Rechnungsstellung, automatisierte Bestands- und Lagerüberwachung) bereit gestellt. Vorhandene Software kann so über das Internet an das iproNet-System angebunden werden. Sogar komplexe Dreiecks- oder Viereckslieferverbünde sind möglich.
Anhand der im iproNet-System vorhandenen Echtdaten ist die Simulation von Bedarfsschwankungen und Kapazitätsveränderungen auch für lieferkritische Teilefamilien möglich. Das iproNet-System ist damit eine Plattform für KMU, mit der sich Netzwerke schneller aufbauen und einfacher betreiben lassen als mit herkömmlichen Mitteln.

Anwendungspotenzial
Das System wird von den bisherigen Anwendern und einem nicht geförderten deutschen Automobilkonzern getestet und bislang durchweg positiv bewertet. Gunnar Kolb, Geschäftsführer des Pilotanwenders SKA Sitze GmbH in Schaidt: "Der Installationsaufwand für IproNet ist minimal, die Beschaffung ist einfacher geworden und wir haben 15% weniger Lagerbestände. Wir werden das System möglichst bald auch bei unseren eigenen Zulieferern einsetzen."
Die Vermarktung des Systems erfolgt durch die 3RS Systementwicklung in Karlsruhe. (http://www.3RS.de). Teile der Projektergebnisse sind in das Projekt MyOpenFactory eingeflossen.

Ansprechpartner