Verbundprojekt

Vertumnus

Früherkennnen, Messen, Bewerten und Gestalten von Wandel im Wertschöpfungsnetz

Kurzfassung:

Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist die Entwicklung und prototypische Implementierung eines Früherkennungssystemes zur Identifikation, Messung und Bewertung von Wandlungstreibern in einem Wertschöpfungsnetz, sowie die Verknüpfung von den zugehörigen Wandlungsbefähigern mit den Treibern und die Identifikation eines idealen Grades der Umsetzung. Die Anwendbarkeit des Früherkennungssystems wird durch das Transfer-/Beratungskonzept sichergestellt und bei den beteiligten Industriepartnern implementiert.

www: http://www.vertumnus-projekt.de

Projektdauer: 01.09.10 - 30.09.13

Projektkoordinator:

Dr. Mischa Seiter
International Performance Research Institute gGmbH
Tel.: 0711 6203268-8874
E-Mail: mischa.seiter@ipri-institute.com

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christel Schwab
Tel.: +49 721 608-25288
E-Mail: christel.schwab@kit.edu

 

Termine

Wandel beherrschen - Produktionsnetzwerke gestalten

Zeit: 17.10.13

Ort: Mainz

Beschreibung:
In einer weitgehend globalisierten und zunehmend turbulenteren Weltwirtschaft wird die Wandlungsfähigkeit eines Unternehmens zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, die Gestaltung und Steuerung wandlungsfähiger Wertschöpfungsnetzwerke zu einer Schlüsselkompetenz im Wettbewerb. Wettbewerbsumfeld wie auch Wettbewerbszusammenhänge werden komplexer, gleichzeitig nimmt die Prognosefähigkeit ab; vor diesem Hintergrund erfodert die Gestaltung wandlungsfähiger Wertschöpfungsnetzwerke nicht nur neue, sondern insbesondere auch praktikable Methoden und Instrumente der Planung. Die Veranstaltung "Wandel beherrschen - Produktionsnetzwerke gestalten" wendet sich an Unternehmen, die sich mit dem zunehmenden Wandel von Umwelt, Technik und Gesellschaft sowie dem Einfluss auf ihr Unternehmen und Produktionsnetzwerk beschäftigen. Namhafte Entscheidungsträger und Praktiker aus Wirtschaft und Wissenschaft stellen als Referenten innovative Konzepte zur Bewältigung dieser Planungsaufgabe vor und schildern insbesondere auch deren Umsetzung anhand einer Vielzahl von Praxisbeispielen. Tagungsort: Erich-Schott-Centrum der SCHOTT AG Mainz Anmeldung: online www.wandel-beherrschen.de oder E-Mail brigitte.mastel@isi.fraunhofer.de Fax +49 (0)721 6809 77-221 Teilnahmegebühr: 250 EURO (inkl. Mittagessen, Imbiss und Erfrischungsgetränke)

Detaillierte Projektbeschreibung

1. Problemstellung
Die Dynamik und Komplexität der Unternehmensumwelt nehmen zu. Die größte Herausforderung für die Unternehmensführung besteht darin, die Überlebensfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Überleben kann nur, wer in der Lage ist, den
ständig wachsenden Änderungsdruck zu antizipieren und sich durch Wandlungsfähigkeit zu behaupten. Hierbei genügt es nicht, das einzelne Unternehmen und seine Wertschöpfung zu gestalten. Heute findet Wertschöpfung arbeitsteilig in Wertschöpfungsketten bzw. Wertschöpfungsnetzen statt. Während Wertschöpfungsketten dabei durch vertikale Verbindungen entlang des Produktionsprozesses verbunden sind, werden in Wertschöpfungsnetzen auch horizontale Verbindungen zwischen den Unternehmen einer Wertschöpfungsstufe berücksichtigt . Der Kern der Wertschöpfung ist dabei das Produktionssystem.
Die Aufgabe ist somit eine doppelte: Wie lässt sich ein Früherkennungssystem in Wertschöpfungsnetzen gestalten, um Wandlungstreiber aus der Netzwerk- und Unternehmensumwelt frühzeitig zu erkennen, zu messen und zu bewerten? Und: Wie lassen sich aus den Wandlungstreibern die Wandlungsbefähiger, d.h. konkrete Gestaltungsprinzipien für Produktionssysteme in Wertschöpfungsnetzen ableiten?

2. Projektziele
Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist die Entwicklung und prototypische Implementierung eines Früherkennungssystemes zur Identifikation, Messung und Bewertung von Wandlungstreibern in einem Wertschöpfungsnetz, sowie die Verknüpfung von den zugehörigen Wandlungsbefähigern mit den Treibern und die Identifikation eines idealen Grades der Umsetzung. Die Anwendbarkeit des Früherkennungssystems wird durch das Transfer-/Beratungskonzept sichergestellt und bei den beteiligten Industriepartnern implementiert.

3. Vorgehensweise
Hierbei gilt es zunächst, die für Wandlung ursächlichen Wandlungstreiber zu identifizieren und zu messen. Dabei muss zwischen Einflussgrößen auf Unternehmens- und Wertschöpfungsnetzebene unterschieden werden. Aufbauend auf den ermittelten Wandlungstreibern werden Wandlungsbefähiger identifiziert, welche sowohl einzelnen Unternehmen als auch im Wertschöpfungsnetz zur Verfügung stehen, um eine mögliche Reaktion auf die Wandlungstreiber des Produktes proaktiv vorzubereiten. Diese Wandlungsbefähiger gilt es zu identifizieren, zu beschreiben und den entsprechenden Wandlungstreibern zuzuordnen. Ausgehend von den identifizierten Wandlungstreibern sowie den zugeordneten Wandlungsbefähigern zur proaktiven Anpassung auf Wandlungstreiber werden abschließend die Chancen und Risiken sowie Kosten und Nutzen von Wandlungstreibern und -befähigern quantifiziert. Ziel ist die ökonomische Bewertung der Investitionen in die Wandlungsfähigkeit. Der ideale Grad der Wandlungsfähigkeit ergibt sich aus der Auswahl der ökonomisch sinnvollsten Alternative.

4. Ergebnisse und Anwendungspotential
Im Gesamtergebnis des Projektes werden die Unternehmen des Projektkonsortiums in der Lage sein, die für sie und ihr Wertschöpfungsnetz relevante Früherkennung, Messung und Bewertung von Wandlungstreibern und Wandlungsbefähigern regelmäßig auch nach Projektende durchzuführen. Insbesondere werden fünf Produkte erarbeitet: Das Schulungskonzept bestehend aus Netzwerktraining und Planspiel, ein Softwareprototyp, eine Wandlungstreiber/ -befähiger-Landkarte und der Vertumnus Leitfaden. Diese Produkte stellen die Übertragbarkeit auf weitere Unternehmen sicher. Zur Reflexion und Evaluation dieser Produkte soll ein offener, projektbegleiten
der Industriearbeitskreis initiiert werden.

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