Verbundprojekt

syncTech

Synchronisierte Technologieadaption als Treiber der strategischen Produktinnovation

Kurzfassung:

Das Forschungsprojekt syncTech hat sich zum Ziel gesetzt, Methoden und Techniken zu entwickeln und zu erproben, welche die Identifikation neuer Technologien, deren Bewertung und Auswahl sowie deren Integration in die eigene Produkt- und Produktionstechnologielandschaft unterstützen. Die erarbeiteten Lösungen, Ergebnisse und Erfahrungen werden in einem Lösungsbaukasten zusammengefasst. Dieser Baukasten umfasst sowohl die softwaretechnischen Werkzeuge als auch die organisatorischen Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der notwendigen Prozesse.

www: http://www.synctech-innovation.com

Projektdauer: 01.03.12 - 28.02.15

Projektkoordinator:

Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Warschat
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation - IAO
Tel.: +49 711 970-2082
E-Mail: joachim.warschat@iao.fhg.de

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

M.A. Martina Kühnapfel
Tel.: +49 721 608-24979
E-Mail: martina.kuehnapfel@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung

Für neue Produkte und verbesserte Produktionsprozesse sind neue Technologien ein wesentlicher Treiber für Innovationen, insbesondere Schlüsseltechnologien und so genannte Enabling Technologies, die eine Fülle von verschiedenen Anwendungen in unterschiedlichen Branchen hervorbringen. Neue Technologien verbessern bereits bestehende Lösungen, ermöglichen neue Funktionalitäten, erlauben nachhaltige Ressourceneffizienzstrategien. Der technologische Fortschritt schreitet immer schneller voran, mit weitreichenden Folgen für die Unternehmen. So stehen Unternehmen vor der Herausforderung, frühzeitig die für sie relevanten technologischen Entwicklungen und deren Potenziale zu erkennen. Aufgrund der sich immer schneller verändernden technologischen Vielfalt nimmt auch die Menge an zur Verfügung stehenden Informationen wie bspw. Patente und wissenschaftliche Veröffentlichungen immer weiter zu. Sind schließlich neue Technologien identifiziert und ausgewählt und in eigenen Technologieentwicklungsprojekten weiterentwickelt worden, müssen diese Ergebnisse schließlich effizient und effektiv in die Produkt- und Produktionssystementwicklung überführt werden um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Diese Informationen effizient und schnell bewältigen zu können, sowie darauffolgend effizient in Produkte zu überführen, stellt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor große Probleme.

Herkömmliche Methoden und Ansätze der Technologiefrüherkennung können bspw. die große Menge an entwicklungsrelevanten Informationen über neue technologische Möglichkeiten nicht mehr bewältigen. Benötigt werden daher intelligente Werkzeuge, die auf der Grundlage eines funktionenbasierten semantischen Ansatzes eine schnelle, effiziente Identifikation und Bewertung neuer Technologien ermöglichen, sowie eine frühzeitige enge Verzahnung dieser Lösungen mit kooperativen Konzepten zum reibungslosen Transfer dieser Technologien in die Produkt- und Produktionssystementwicklung.

Zielsetzung

Produzierende Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, schnell neue, für sie relevante Technologien zu erkennen und diese gezielt in das eigene Produkt- und Produktionssystemtechnologieportfolio integrieren zu können. Dies geschieht durch die wissenschaftlich fundierte Entwicklung und pilotartige Erprobung von innovativen Ansätzen, Methoden und Techniken mit Hilfe von abgestimmten Prozessen, von der Identifikation neuer Technologien über deren Bewertung und Auswahl bis zur Integration in die eigene Produkt- und Produktionstechnologielandschaft, sowie deren nachhaltige Verankerung in den betrieblichen Prozessen und Strukturen (synchronisierten Technologieadaption). Die erarbeiteten Lösungen, Ergebnisse und Erfahrungen sollen in einem modular aufgebauten Lösungsbaukasten zusammengefasst werden. Dieser Baukasten umfasst sowohl die softwaretechnischen Werkzeuge als auch die organisatorischen Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der notwendigen Prozesse.

Vorgehensweise

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Methoden und Werkzeuge zur systematischen Identifikation und Bewertung neuer technologischer Möglichkeiten. Ergänzt werden sollen diese mit notwendigen organisatorischen Lösungen bspw. zur frühzeitigen Integration produkt- und produktionsspezifischer Anforderungen. Es sollen strukturierte Leitlinien zur Anpassung von in den Betrieben vorhandenen Technologieplanungs- und entwicklungskonzepten sowie zur Sicherstellung einer frühzeitigen Synchronisierung von Technologi
e-, Produkt- und Produktionssystementwicklung entwickelt und bereitgestellt werden.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial

Die zu entwickelnden Lösungen und Leistungen sind auf technologieorientierte, produzierende Unternehmen fokussiert sowie auf deren Unternehmensbereiche für Innovations- und Technologiemanagement, Vorentwicklung und Entwicklung. Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes wird bewusst eine Branchenunabhängigkeit der entwickelten Lösungen angestrebt. Der Nutzen und die Potenziale, die sich den Unternehmen bieten, sind vielfältig. So lassen sich u.a. technologische Risiken reduzieren und Investitionsentscheidungen in neue Technologien besser fundieren. Wettbewerbsvorteile können durch eine frühzeitigere und schnellere Identifikation und Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten ausgebaut und gesichert werden.

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