Verbundprojekt

JUMP40

mobile JobeinplanungsUnterstützung für den Meister in der Produktion für Industrie 4.0

Kurzfassung:

Ziel des Forschungsprojekts JUMP40 ist die Entwicklung eines interaktiven Prozessmanagementsystems für den Produktionsbereich sowie dessen Einbindung in die Ablauforganisation des Gesamtunternehmens. Mit diesem Prozessmanagementsystem wird dem Meister als kreativen Akteur ein Werkzeug zur Verfügung gestellt, um Machbarkeits-bewertung und Einplanung von Kundenanfragen direkt in den Produktionsbereich zu verlagern. Die interaktive Vernetzung wird das Zusammenführen von Management-entscheidungen auf dem Hallenboden ermöglichen und Mitarbeiter-Erfahrungswissen in die Entscheidungsprozesse integrieren.

www: http://www.jump40.de

Projektdauer: 01.11.15 - 31.10.18

Projektkoordinator:

Patrick Gering
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik - IPK
Tel.: +49 30 39006-167
E-Mail: patrick.gering@ipk.fraunhofer.de

Ansprechpartner bei PTKA-PFT:

Dipl.-Ing. Barbara Mesow
Tel.: +49 351 463-31428
E-Mail: barbara.mesow@kit.edu

 

Detaillierte Projektbeschreibung

Um Kundenwünsche möglichst schnell bewerten, einplanen und beliefern zu können, ist die Transparenz der laufenden Planung und Fertigung gerade für Mittelständler eine wettbewerbsentscheidende Komponente. Die hohe Zahl von Prozessschritten zur individuellen Planung und Realisierung der Fertigung ist häufig weder stabil noch vollständig vorhersehbar. Stetig wachsende Flexibilitätsanforderungen erfordern eine dynamische Prozesssteuerung während der Fertigung, die in Standardarbeitsplänen nicht abgedeckt werden kann. Derzeitige Mittel und Ansätze werden diesen Anforderungen mittelständischer Unternehmen nicht gerecht.
Ziel des Forschungsprojekts JUMP40 ist die Entwicklung eines interaktiven Prozessmanagementsystems für den Produktionsbereich sowie dessen Einbindung in die Ablauforganisation des Gesamtunternehmens. Mit diesem Prozessmanagementsystem wird dem Meister als kreativen Akteur ein Werkzeug zur Verfügung gestellt, um Machbarkeits-bewertung und Einplanung von Kundenanfragen direkt in den Produktionsbereich zu verlagern. Die interaktive Vernetzung wird das Zusammenführen von Management-entscheidungen auf dem Hallenboden ermöglichen und Mitarbeiter-Erfahrungswissen in die Entscheidungsprozesse integrieren.
In einem Rahmenwerk werden zunächst spezifische Unternehmens- sowie ergänzende Anforderungsmodelle erstellt. Als generisches Entwicklungsergebnis entstehen daraus Referenzmodelle für die Anwendungsszenarien "Unikatherstellung", "Industrial Service" und "generative Fertigung". Auf deren Basis werden Randbedingungen für das Prozessmanagementsystem beschrieben, Methodenketten zur dynamischen Technologiebewertung entwickelt und Schnittstellen der zu entwickelnden Systeme definiert. Die Bereitstellung einer modularen Demonstrator-Plattform erfolgt bereits parallel zu ihrer Entwicklung. Das ermöglicht, die einzelnen Lösungen für die Anwendungsfälle beispielhaft umzusetzen und in Form mobiler Anwendungen zu prüfen. Entsprechend neu zu gestaltende Arbeitsinhalte, Arbeitsplätze sowie spezifische Kompetenzanforderungen werden empirisch ermittelt, aufbereitet und überprüft.
Die Projektergebnisse werden in einem modellbasierten, interaktiven Leitfaden zur Umsetzung für eine möglichst breite Anwendung zur Verfügung stehen. Ergänzend wird die Standardisierung der Ergebnisse verfolgt. Die aus der Einführung des interaktiven Prozessmanagementsystems im Mittelstand des Maschinenbaus zu erwartende Verkürzung von Antwortzeiten und Lieferterminen wird damit wesentlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen beitragen.

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